Injektionen / Schleierinjektion
Schleierinjektion
Die Kelleraußenwand ist überbaut. Lässt sich die Abdichtung von der Innenseite aus herstellen?

Wo der abdichtende Schleier liegen soll
Bei einer Schleierinjektion liegt der vorgesehene Dichtkörper hinter dem durchbohrten Bauteil, auf der erdberührten Seite. Das unterscheidet die Methode von einer Injektion, die einen einzelnen Riss im Beton füllt. In Betracht kommt sie beispielsweise, wenn über einer Kelleraußenwand ein erhaltenswerter Zugang liegt. Dass außen wenig Platz vorhanden ist, reicht für die Entscheidung allein noch nicht aus. Wir fragen nach Wandaufbau, Hinterfüllung, Leitungen, Grundstücksgrenzen und den seitlichen Anschlüssen. Daraus ergibt sich, ob sich die zu behandelnde Fläche sinnvoll eingrenzen lässt und welche weiteren Abklärungen nötig sind.

Den Bereich hinter der Wand verstehen
Von innen lässt sich gut sehen, wo eine Wand beginnt und endet. Was auf der anderen Seite liegt, ist oft weniger eindeutig. Ein alter Versorgungsschacht, ein Hohlraum oder ein später angebauter Gebäudeteil kann für das Konzept entscheidend sein. Legen Sie uns vorhandene Bestandspläne oder Fotos von früheren Erdarbeiten vor. Sind Teile des Aufbaus unbekannt, benennen wir die offene Frage und die dafür erforderliche Erkundung. Gerade bei angrenzenden Grundstücken muss vorab geklärt sein, in welchem Bereich die geplanten Arbeiten überhaupt stattfinden dürfen.

Was ein Probebereich leisten kann
Je nach Situation kann eine begrenzte Probefläche sinnvoll sein, um die Annahmen zur Materialaufnahme und Ausführung zu überprüfen. Wir halten vorab fest, welche Frage damit beantwortet werden soll und wer über die Fortsetzung entscheidet. Eine Probefläche ersetzt die Betrachtung von Wandenden oder Übergängen zur Bodenplatte nicht. Bei der Kalkulation unterscheiden wir den vorgesehenen Bearbeitungsbereich, die zugrunde gelegte Materialmenge und den Umgang mit Abweichungen. So wird für den Auftraggeber nachvollziehbar, wann eine neue Abstimmung nötig ist, bevor zusätzliche Bereiche bearbeitet werden.
Wie wir Anschlüsse im Konzept darstellen
Stellen Sie sich eine Wand zwischen zwei verschieden alten Gebäudeteilen vor. Ein über die sichtbare Schadstelle hinausreichender Schleier benötigt an seinen Rändern einen geplanten Abschluss. Deshalb markieren wir im Grundriss die betroffene Seite und ergänzen einen Schnitt, wenn unterschiedliche Höhen eine Rolle spielen. Für die Materialwahl sind die Eignung des Systems und die tatsächliche Umgebung maßgebend. Vor der Ausführung klären wir mit den zuständigen Beteiligten auch objektbezogene Anforderungen an den Einsatz im Boden und gegebenenfalls im Bereich des Grundwassers.
Wenn die Rückseite an eine Nachbarbebauung grenzt
Nennen Sie uns bei der Anfrage die Nutzung des Nachbarbereichs, soweit sie bekannt ist. Liegt dort ebenfalls ein Keller, ein offener Hof oder ein versetzter Anbau? Ein Lageplan mit eingezeichneten Wandfluchten kann hier wertvoller sein als mehrere ähnliche Fotos der nassen Innenwand. Offene Punkte übertragen wir in die Vorbereitung der Besichtigung. So ist vor einer etwaigen Probefläche klar, welcher Bereich untersucht wird und welche Beteiligten in die Abstimmung gehören.
Ihre Fragen an uns
Kann die Schleierinjektion ein Aufgraben grundsätzlich ersetzen?
Das lässt sich nur für den jeweiligen Aufbau beantworten. Wir prüfen Zugang, Randbedingungen und Anschlüsse. Ist eine Außenabdichtung von außen praktikabel, gehört sie als mögliche Lösung in die Abstimmung über das konkrete Gebäude.
Wie lässt sich die ausgeführte Fläche später zuordnen?
Hilfreich sind ein Raumbezug, die dokumentierten Ansatzpunkte und ein zum Objekt passendes Ausführungsprotokoll. Vor Beginn legen wir fest, welche Beobachtungen während der Ausführung und bei der späteren Kontrolle festgehalten werden sollen.
Ihre Anfrage vorbereiten
Schicken Sie uns die Lage des Gebäudes, die Nutzung des betroffenen Raums und eine kurze Beschreibung des Schadens. Wenn Sie bereits einen Untersuchungsbericht haben, können Sie die betreffende Wand oder Decke im Plan markieren. Auch eine Skizze mit den zugänglichen Seiten hilft. Für die erste Einordnung brauchen Sie weder eine fertige Ausschreibung noch eine eigene Entscheidung über den einzusetzenden Stoff.
Wir besprechen die Ausgangslage mit Ihnen und nennen die für einen Ortstermin erforderlichen Unterlagen. Umfang und Kosten einer gewünschten Untersuchung stimmen wir im Voraus ab. Das anschließende Angebot soll erkennen lassen, welche Bauteile erfasst sind, welche Vorarbeiten dazugehören und welche Voraussetzungen andere Beteiligte schaffen müssen.
Ihr Ansprechpartner bei HYDROISOL
Ing. Dragos Pitaroiu · HYDROISOL SYSTEME SD GmbH, Bad Rappenau. Wir besprechen Vorhaben in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen.
Fotos aus unserem internationalen HYDROISOL-Archiv.

